DüVizil war gestern. Einfach Düngen mit NEXT Farming.

Die neue Düngeverordnung (be)trifft so ziemlich jeden Landwirt. Doch wie kam es dazu, dass wir mit so radikalen Veränderungen zu kämpfen haben?

Alles begann mit einer Klage der Europäischen Union, die Deutschland bereits 2016 vorwarf, sich der Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie schuldig gemacht zu haben. Nur 2 Jahre später wird Deutschland vom Europäischen Gerichtshof verurteilt.

Ein Ergebnis dieser politischen Auseinandersetzung ist die Novellierung der Düngeverordnung (DüV), welche die Nitratrichtlinie (Richtlinie zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen) und die Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimme Luftschadstoffe umsetzen soll.

Die neue Düngeverordnung ist seit dem 1. Juni 2017 in Kraft und soll Gewässer besser schützen sowie Ammoniakemissionen reduzieren. Damit löst sie die bisherige Verordnung ab und konkretisiert die Regeln der „guten fachlichen Praxis“ für den Einsatz von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln auf Gesetzesebene.

Seither ist nahezu jeder landwirtschaftliche Betrieb verpflichtet, die Ermittlung des Düngebedarfs für Stickstoff (N) und Phosphor (P) schriftlich zu kalkulieren und zu dokumentieren. Betriebe die ihre Düngung schon immer professionell kalkulieren, haben bis auf zusätzlichen bürokratischen Aufwand keine weiteren Einschränkungen. 

Zu beachten sind schärfere Regelungen bei der Anrechnung, Anwendung und Lagerung von organischen Wirtschaftsdüngern und Gärresten. Hier wurde eine Obergrenze von 170 kg N/ha für Wirtschaftsdünger und Gärreste eingeführt, welche je nach Standort begrenzend wirken kann. Des Weiteren müssen Betriebe den N- und P-Überhang im Nährstoffvergleich gegenüber der alten Regelung reduzieren. Außerdem wird die Stoffstrombilanz schrittweise eingeführt. Ziel der Stoffstrombilanz ist es, die Nährstoffflüsse in den Betrieben transparent und überprüfbar abzubilden.

An der Düngebedarfsermittlung führt kein Weg vorbei.

Ob die DüV diffizil oder ganz einfach zu bewältigen ist, entscheidet das passende Werkzeug.

Schriftliche Düngebedarfsermittlung für N und P

Schriftliche Düngebedarfsermittlung für N und P

Vor der Düngung muss jeder Betrieb auf Schlagebene oder Bewirtschaftungseinheit eine Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat schriftlich erstellen, wenn wesentliche Nährstoffmengen von mehr als 50 kg Stickstoff (N)/ha oder 30 kg Phosphat (P2O5)/ha pro Jahr ausgebraucht werden sollen. 

Für die Düngebedarfsermittlung im Ackerbau und Grünland sind die im Boden zur Verfügung stehenden Nährstoffmengen zu ermitteln: 

Für die N-Bedarfsermittlung im Ackerbau spielt der Nmin Gehalt im Boden eine wesentliche Rolle. Dieser sollte mindestens einmal im Jahr ermittelt werden. Hierbei greift man am besten auf das Ergebnis der Untersuchung repräsentativer Bodenproben zurück. 

Den Phosphatgehalt im Boden müssen Betriebe alle sechs Jahre neu ermitteln lassen. Dies wird im Rahmen der Fruchtfolge empfohlen. Die Untersuchung repräsentativer Bodenproben für Schläge größer als einen Hektar ist verpflichtend.

Nährstoffvergleich – wer ist betroffen?

Nährstoffvergleich – wer ist betroffen?

Die Antwort ist ganz leicht. Jeder, der eine Düngebedarfsermittlung machen muss. Betriebe, die Wiederkäuer, Schafe, Ziegen und Gehegewild/Damwild halten, müssen stattdessen einen plausibilisierten Nährstoffvergleich rechnen. Der Nährstoffvergleich muss bis spätestens 31. März für das abgelaufene Düngejahr fertig gestellt sein, ist aber nur bei Verlangen vorzuzeigen.

Umgangssprachlich wird beim Nährstoffvergleich auch von Nährstoffbilanz oder Feld-Stall-Bilanz gesprochen.

Ziel des Nährstoffvergleichs ist, den N- bzw. P-Überhang zu reduzieren. Folgende zulässige Überhänge sind einzuhalten:

N-Überhang:

  • Mittel der letzten 3 Jahre
  • max. 50 kg N/ha pro Jahr

P-Überhang:

  • Mittel der letzten 6 Jahre
  • max. 10 kg P2O5/ha pro Jahr
Stoffstrombilanz – eine unüberwindbare Hürde?

Stoffstrombilanz – eine unüberwindbare Hürde?

Mit der Einführung der Stoffstrombilanz, auch Hof-Tor-Bilanz genannt, werden die Nährstoffflüsse (Nährstoffzufuhr und Nährstoffabgabe) in den Betrieben transparent und überprüfbar dargestellt.

 

Ab dem 1. Januar 2018 muss zusätzlich zur Feld-Stall-Bilanz eine Stoffstrombilanz erstellt werden, wenn folgende Kriterien zutreffen:

  • viehstarke Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und einer Bestandsdichte von mehr als 2,5 Großvieheinheiten je Hektar.
  • viehhaltende Betriebe, welche die o. g. Schwellenwerte nicht überschreiten, aber Wirtschaftsdünger zukaufen.
  • Betriebe mit einer Biogasanlage, die mit einem viehhaltenden Betrieb in funktionalem Zusammenhang stehen.

 

Ab dem 1. Januar 2023 gilt diese Verordnung auch für:

  • Betriebe mit mehr als 20 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche oder mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb.
  • Betriebe, die die o. g. Schwellenwerte nicht überschreiten, aber denen Wirtschaftsdünger von außen zugeführt wird.
  • Betriebe mit einer Biogasanlage, die mit einem viehhaltenden Betrieb in funktionalem Zusammenhang stehen.

Bundeslandspezifische Lösungen: Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Nahezu jedes Bundesland bietet ein Excel-Lösung an. Außerdem gibt es von Seiten der Ämter einige wenige weitergehende Lösungen (z. B. BESyD) sowie Formblätter zum Ausdrucken. Die Berechnung und Dokumentation der Herbstdüngung geschieht überwiegend mittels Formblätter. Je nach Bundesland gibt es daher unterschiedliche Insellösungen, die oft arbeitsaufwändig sind und nicht mit der Software Ihres Betriebes korrespondieren.

Agrarsoftware erleichtert Ihnen die Arbeit wesentlich.

Farm-Management-Informations-Systeme (FMIS) ermöglichen eine unkomplizierte Nutzung, da sie landwirtschaftliche Daten zentral speichern und verwalten. All Ihre Planungen, Dokumentationen etc. werden so in einem Werkzeug vereint. Es sind keine Mehrfacheingaben mehr nötig. Auch eine Mehrfachbearbeitung von Schlägen mit gleicher Bewirtschaftung und Bodeneigenschaften ist ganz einfach möglich. Außerdem ersparen Sie sich das Wälzen bundeslandspezifischer Regelwerke, Erlasse, Verordnungen und Stammdaten. In unseren Softwareprogrammen sind diese bereits hinterlegt.

NEXT Farming – die smarte Lösung für jeden Betrieb.

NEXT Farming bietet ein Rundumpaket! In unserem Produktportfolio finden Sie unter anderem Softwaremodule zur Düngebedarfsermittlung, Düngeplanung, Nährstoffvergleich und Stoffstrombilanz. Außerdem bieten wir einen Bodenprobendienst an, der Ihnen die Ergebnisse Ihrer Bodenproben nach Starndardraster oder nach Zonierung der Satellitenauswertung (Paket aus TF Basis- und Zonenkarten) liefert. Die TalkingFields-Karten können Sie zudem in die Software einbinden. Zu unserem Kundenservice zählt natürlich auch vollumfängliche Dienstleistung und Beratung. Dabei unterstützen wir Sie nicht nur bei der Düngung, sondern bei allen Tätigkeitsbereichen auf Ihrem Betrieb!

Um das Düngen für Pflanze und Boden noch effizienter zu gestalten, arbeiten wir stetig an neuen Modulen und Lösungen.

NEXT_OFFICE_Teilflaechenmanagement_Saettigung_1920x700

Unsere Produkte – von Landwirten entwickelt.

Weil wir genau wissen, was Sie brauchen.

Umfangreiche Profilösung:

Einfacher Einstieg in Smart Farming:

NEXT DüngeplanungOFFICE

NEXT DüngeplanungOFFICE

Umfassende Optimierung der Düngung, die sich schon im ersten Jahr mehr als bezahlt macht.

Weiterlesen
NEXT_Duengung_LIVE_teaser

NEXT DüngungLIVE

Berechnet den Nährstoffbedarf nach neuer Düngeverordnung.

Weiterlesen

Hürdenfrei ans Ziel - Die Düngebedarfsermittlung mit NEXT Farming ganz einfach meistern.

Mit den Softwaremodulen von NEXT Farming erledigen Sie die Vorgaben der DüV im Handumdrehen, schnell und übersichtlich. Von der einfachen und schlanken Lösung der Düngebedarfsermittlung bis zur umfassenden Düngeplanung haben wir passende Lösungen für Ihre Betriebsstruktur. DüVizil war gestern!

Applikationskartencenter für die Düngung.

Das Applikationskartencenter ist ein Softwaremodul zur Planung der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung der Schläge.

Warum Schläge teilflächenspezifisch bewirtschaften?

Schläge sind in sich heterogen. Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, Relief, Nährstoff- und Wasserversorgung) führen zu unterschiedlichen Ertragspotentialen. Diese Unterschiede fordern eine an diese Eigenschaften angepasste, differenzierte Bewirtschaftung. Die Software ist für alle landwirtschaftlichen Arbeitsbereiche wie Düngung, Ansaat, Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung bestens geeignet.

Erstellt werden die Applikationskarten automatisch auf Basis vorhandener TalkingFields-Karten. Manuelles Nacharbeiten ist natürlich möglich. Der Export einzelner Applikationskarten oder eine Sammelbuchung als ISOXML oder Shape-Datei ist machbar.

Teilflächenspezifische_Bewirtschaftung_Teaser

Teilflächenspezifische Bewirtschaftung

Teilflächenspezifische und effiziente Bewirtschaftung von Nutzflächen mit innovativer Software, intelligenter Technik und individueller Beratung.

Mehr erfahren
NEXT ApplikationskartencenterLIVE

NEXT ApplikationskartencenterLIVE

Mit Applikationskarten Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch ausbringen.

Weiterlesen
NEXT_Geodaten_SERVICE

NEXT GeodatenSERVICE

Aktuelle und offizielle GIS-Daten für alle Flächen.

Weiterlesen
NEXT_Bodenproben_SERVICE

NEXT BodenprobenSERVICE

Basis für die Nährstoffbedarfsberechnung nach neuer Düngeverordnung.

Weiterlesen

TalkingFields-Karten und Bodenproben.

TF-Basiskarte: Erstellung durch geostatistische Auswertung mehrjähriger Satellitendaten, um Einflüsse von Witterung und unterschiedlichen Fruchtarten auszuschließen. Sie weist statistisch gesichert auf beständige, relative Biomasseunterschiede hin, welche als Entscheidungsgrundlage für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung dienen. Die TF-Basiskarte kann als Grundlage für die Planung von Applikationskarten für die Aussaat, Düngung oder den Pflanzenschutz dienen.

TF-Zonenkarte: Fasst als Erweiterung der TF-Basiskarte ähnliche Biomassewachstumszonen zusammen und kann so für eine Optimierung der Beprobungsstrategie und eine verbesserte Bodenkartierung verwendet werden. Auf Grundlage teilflächenspezifischer Bodenprobenergebnisse lässt sich die Gründüngung optimieren und so die pflanzenbaulich richtige Düngung und die Düngeverordnung in Einklang bringen.

TF-Ertragspotentialkarten: Stellt zu erwartende Ertragspotentiale fruchtartenspezifisch in t/ha dar. Sie basiert auf der TF-Basiskarte und berücksichtigt Boden- und Klimabedingungen (Temperatur, Niederschlag, Strahlung) sowie Standorteigenschaften (Bodenart, Bodentyp). Mit der TF-Ertragspotentialkarte haben Sie die Möglichkeit die Stickstoffdüngung umweltverträglich an den Zielertrag aufzufüllen. An die Ertragspotentiale angepasst lässt sich somit der Spagat zwischen pflanzenbaulich richtiger Stickstoffdüngung und den Vorgaben der neuen Düngeverordnung meistern.

Service Paket Optimierte Düngung.

Sollten Sie Hilfe oder Beratung zum Einstieg in die teilflächenspezifische Düngung benötigen oder die Erstellung der Applikationskarten in Dienstleistung erledigen lassen wollen, können wir Ihnen im Rahmen des Servicepakets NEXT Optimierte DüngungSERVICE ein individuell auf Sie abgestimmtes Angebot unterbreiten.

NEXT_Optimierte_Düngung_SERVICE

NEXT Optimierte DüngungSERVICE

Variable Düngung im Acker, die exakt die richtige Düngergabe gibt.

Weiterlesen

Interesse am N-Manager? Sprechen Sie uns an!

N-Manager.

Mit dem N-Manager lässt sich die teilflächenspezifische N-Düngung nach "Mappingansatz" noch einfacher und schneller planen. Basierend auf den TF-Ertragspotentialkarten, Werten der Düngebedarfsermittlung, Höhe der Teilgaben und dem ausgewähltem Düngemittel erstellt ein Algorithmus automatisiert die Applikationskarte für die Stickstoffdüngung. Diese können im Applikationskartencenter visualisiert und ggf. nachbearbeitet werden.

Für Kulturen in welchen die N-Düngung in Teilgaben der Bestandesführung (Getreide) dient, stellt der N-Manager Pro das optimale Werkzeug zur schnellen und einfachen Erstellung von Düngeapplikationskarten dar. Die Karte für die erste Teilgabe zu Vegetationsbeginn wird nach der Ertragspotentialkarte (N-Manager) erstellt. Ab diesem Zeitpunkt wird der Biomasseaufwuchs in einem validiertem Simulationsmodell dargestellt und mit aktuellen Satellitenbeobachtungen abgeglichen. Somit können Jahreseffekte, die von der Ertragspotentialkarte abweichen, erkannt werden und die N-Düngung nochmals genauer auf die Pflanzen bzw. den Pflanzenbestand angepasst werden. Jedes Mal, wenn Sie kurz vor einer N-Düngung stehen, können Sie so aktuelle Stickstoffbedarfskarten in den N-Manager einspielen. Darauf basierend wird dann automatisiert die Düngerapplikationskarte erstellt.

Sie haben Fragen rund um das Thema Düngung oder sind sich nicht sicher, welches Produkt das Richtige für Sie ist?

Teilflächenspezifische Stickstoff-Düngung - Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze.

Wie man mit TFD beide Ziele verfolgen kann

Wir können heute mit hoher Trefferquote das Ertragspotential vorhersagen.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons Lizenz vom Typ Namensnennung 3.0 Deutschland zugänglich. Um eine Kopie dieser Lizenz einzusehen, konsultieren Siehttp://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ oder wenden Sie sich briefl ich an Creative Commons, Postfach 1866, Mountain View, California, 94042 USA.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons Lizenz vom Typ Namensnennung 3.0 Deutschland zugänglich. Um eine Kopie dieser Lizenz einzusehen, konsultieren Sie
http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ oder wenden Sie sich briefl ich an Creative Commons, Postfach 1866, Mountain View, California, 94042 USA.
NEXT_Grafik-Du__V_2
NEXT_Grafik-Du__V_1