Initiative Klima-Landwirt

Verantwortung, die sich auszahlt.

Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die heutige und zukünftige Gesellschaft. Das neue Klimaschutzgesetz beinhaltet jedoch kaum Unterstützung für Landwirte, um den Humusaufbau und damit die Kohlenstoffbindung im Boden zu fördern. 

Mit unserer Initiative Klima-Landwirt und den digitalen NEXT Farming Lösungen wandeln wir diese Herausforderung zum Vorteil für Sie als Landwirt:

Im Vordergrund stehen Sie als konkreter Klima-Landwirt, der in seinem landwirtschaftlichen Betrieb den Humusaufbau umsetzt und sich so mit unserer Initiative Klima-Landwirt ein neues Erlösmodell erschließt. Denn mit Zertifikaten unseres Partners CarboCert bestätigen wir Ihren Humusaufbau. Damit können Emittenten aus Industrie, Handwerk und Handel Ihre Humuszertifikate erwerben, um so Ihren CO2 Ausstoß regional und öffentlich transparent zu kompensieren.

Werden Sie Klima-Landwirt und entdecken Sie neue Vergütungsmodelle. Denn unsere Welt braucht Landwirte.

 

Kontakt aufnehmen

Quelle: www.carbocert.com CarboCert GmbH. Rot makiert sind die Klimalandwirte in CH, grün in D und AT. /  Karte:OpenStreetMap-Mitwirkende
               verfügbar unter der Open-Database-Lizenz (www.openstreetmap.org/copyright); Kartografi e lizenziert gemäß CC BY-SA, https://www.openstreetmap.org/

Was macht ein Klima-Landwirt?

Pflanzen entziehen der Atmosphäre durch Photosynthese CO2 und wandeln diesen in Kohlenstoff um, der in der Biomasse gebunden wird. Wird diese Biomasse im Boden als Humus angereichert, kommt es zu einer Kohlenstoffanreicherung im Boden und zu einer Reduktion des CO2-Gehalts in der Atmosphäre. Durch den gezielten Humusaufbau kann somit CO2 in der Atmosphäre vermindert werden.

Humusoptimierte Böden reduzieren außerdem den Aufwand für Bodenbearbeitung, Mineraldünger und Bewässerung. Dadurch verringert sich zusätzlich der Ausstoß von CO2 sowohl beim Landwirt als auch bei der Produktion zugekaufter Technik und Betriebsmittel.

Neben der Reduktion von CO2 in der Umwelt bedeutet Humusaufbau gleichzeitig auch die Vermeidung von CO2-Abbau im Boden. Bei normaler Bewirtschaftung baut sich Humus und damit auch CO2 regelmäßig im Boden ab und belastet die Atmosphäre zusätzlich.

Studien sagen auch, dass eine Humusmehrung die N2O-Emissionen (Lachgas) bedeutsam reduzieren. Lachgas ist bis zu 200-fach schädlicher als CO2!

Humusaufbau ist gelebter Artenschutz. Die Organismen im Boden und die Artenvielfalt (Zwischenfrüchte inkl. Blühperioden, aufgebrachte Organik) finden verbesserte Umweltbedingungen im Jahresverlauf.

Zudem unterstützen Sie als Klima-Landwirt Ihre Bodenfruchtbarkeit. Damit steigern Sie Ihre Erträge und die Produktion weiterer Biomasse.

Mit der Initiative „Klima-Landwirt" erzielen Sie also mehrfache Effekte. Sie tragen maßgeblich dazu bei den Klimawandel zu mildern, steigern Ihre Erträge, reduzieren Ihren eigenen CO2 Fußabdruck, leisten einen Beitrag zum Artenschutz und können damit im Erfolgsfall auch noch zusätzlich, durch den Verkauf von Humuszertifikaten, Geld verdienen.

Ihre Vorteile:

  • Erschließung eines neuen Erlösmodells
  • Positiver Beitrag zur Biodiversität
  • Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit für besseres Pflanzenwachstum
  • Steigerung von Ertrag und Reduzierung von Kosten, da weniger Aufwand bei Bewässerung und Bodenbearbeitung nötig ist
  • Positives Image in der öffentlichen Wahrnehmung als Klima-Landwirt
  • Langfristige Absatzsicherung der landwirtschaftlichen Produkte durch den Produktionsprozess als Klima-Landwirt
Pflanzenkreislauf

Kooperationspartner CarboCert

Kooperationspartner-CarboCert

Unsere Welt braucht Landwirte. Da wir uns dieser Verantwortung bewusst sind, wollen wir Ihnen als Berater zur Seite stehen und Sie bei der nachhaltigen Bewirtschaftung Ihrer landwirtschaftlichen Flächen unterstützen. Wir wollen den Landwirten zusätzliches Einkommen von Ihren Flächen ermöglichen und gleichzeitig die langfristige Ertragskraft des Bodens durch Humusaufbau erhalten und steigern. Wir sehen dies auch als wichtigen Beitrag bezüglich der Herausforderungen des Klimawandels. Damit dieser Humusaufbau, zusätzlich zu den ackerbaulichen Vorteilen, honoriert werden kann, sind wir eine Kooperation mit dem Zertifikate-Makler CarboCert eingegangen. Dieser hat die Aufgabe, die vertraglichen Rahmenbedingungen sowohl für Sie als Humusbildner, als auch für Käufer der Zertifikate zu regeln. Zudem ist er derjenige, der am Markt Klima-Landwirte und Emittenten (Käufer der Zertifikate) zusammen mit uns findet und damit das System weiterentwickelt.

 

 

Ihr Fahrplan zum Klima-Landwirt.

Übersicht über die einzelnen Leistungen unseres Kooperationspartner CarboCert als Ihr Vertragspartner für die Initiative Klima-Landwirt.

Zur Umsetzung und Abwicklung der Initiative Klima-Landwirt sind wir eine Kooperation mit dem Zertifikate-Makler CarboCert eingegangen. Dieser hat die Aufgabe, die vertraglichen Rahmenbedingungen sowohl für Sie als Humusbildner, als auch für Käufer der Zertifikate zu regeln. Zudem ist er derjenige, der am Markt Klima-Landwirte und Emittenten (Käufer der Zertifikate) zusammen mit uns findet und damit das System weiterentwickelt. Angestrebt wird ein Zertifikatspreis von 45,00 € pro Tonne CO2, von dem Sie als Klima-Landwirt im Erfolgsfall zu 2/3 direkt profitieren.

1. Teilnahme an der Initiative Klima-Landwirt

Sie sind an dem Programm Klima-Landwirt interessiert? Kontaktieren Sie uns über unser Interessentenformular.

Bitte füllen Sie die das Interessentenformular komplett, inkl. Angaben zu der Anzahl Ihrer Schläge, aus. Nach einer individuellen Beratung erhalten Sie das Auftragsformular für die Ersthumusuntersuchung.

2. Bodenprobenentnahme

Die Bodenprobeentnahme erfolgt RTK genau durch die FarmFacts GmbH oder einen unserer akkreditierten Partner. Damit wird ein Höchstmaß an Reproduzierbarkeit sichergestellt. Mit diesem Verfahren wird gewährleistet, dass bei den Folgeuntersuchungen immer dieselbe Probefläche angefahren wird. Somit werden Abweichungen und veränderte Zusammensetzungen des Bodens auf ein Minimum reduziert.

Vorgehensweise:

  • Unterteilung der gesamten Ertragsfläche in Referenzschläge (je 1-5 ha)
  • Entnahme von 25 Bodenproben pro Schlag auf 25 cm Tiefe (Bearbeitungstiefe)
  • Erfassen aller  relevanten GIS (GeoInformationSystem) Daten mittels Protokollsoftware
  • Landwirte können mit einem Teil oder ihren gesamten Flächen teilnehmen
  • Ersthumusuntersuchung zu Beginn des Humusaufbauprogramms. Zwei bis fünf Jahre nach der Anfangsuntersuchung erfolgt die Folgeuntersuchung (das Intervall bestimmt der Landwirt selbst).
3. Analyse der Bodenprobe

Nach der Bodenprobenentnahme werden die Proben verpackt und in ein Labor verschickt. Die Analyse des Anteils der organischen Substanz (Humusgehalt) wird durch ein akkreditiertes Labor durchgeführt. Optional wird auch die Analyse der Kationenaustauschkapazität mit angeboten. Bei dieser Analyse wird die potenzielle und aktuelle Austauschkapazität festgestellt. Es werden auch die Nährstoffe in der Verhältnismäßigkeit zueinander dargestellt. Nährstoffe müssen im Gleichgewicht vorliegen, damit das Fundament für erfolgreichen Humusaufbau geschaffen ist.

Analyse der Bodenproben auf folgenden Parametern:

  • Organische Substanz (Humus) nach DIN EN 15936 (Dumas)
  • C/N Verhältnis
  • Gesamt-Stickstoff nach DIN EN 16168

Optional:

  • Grundnährstoffe ph-Wert, Kalkversorgung, Phosphor, Kalium, Magnesium nach VDLUFA I
  • Kationen-Austauschkapazität nach der Albrechtmethode incl. der Spurenelemente Natrium, Schwefel, Bor, Eisen, Mangan, Kupfer, Zink
4. Humusaufbau

Sie als Klima-Landwirt kennen Ihre Böden am besten, entscheiden über die Humusaufbaumaßnahmen und setzen diese nach eigenem Ermessen um. Gerne unterstützen wir oder CarboCert Sie dabei beratend.

Der Nachweis für den Humusaufbau und damit die CO2-Bindung erfolgt wie die Erstuntersuchung mittels RTK genauer Bodenprobenentnahme und -analyse.

CO2 in der Atmosphäre wird um bis zu 5 t/ha und Jahr reduziert.

5. Vergütung
  • Der Landwirt bekommt pro Tonne nachweislich gebundenem CO2 die Erstauszahlung. Nach einer weiteren fünf Jahresfrist, erfolgt eine Kontrolluntersuchung. Wurde der Humus in dieser Zeit gehalten, erfolgt die Endauszahlung.
  • Sollte bei der Folgeuntersuchung ein Abbau von Humus und damit eine Freisetzung von CO2 nachgewiesen werden, kommt es im Verhältnis zum Abbau entsprechend zu einer Teilrückzahlung.
  • Wurde innerhalb dieser Zeit zusätzlich Humus aufgebaut, erfolgt für die zusätzlich gebundenen Tonnen CO2 wiederum eine Erstauszahlung und es beginnt eine neue 5 Jahresfrist für diese Mengen.
  • Die Untersuchungskosten werden vom letzten Auszahlungsbetrag abgezogen

Sie sind an der Intitiative Klima-Landwirt interessiert? Dann füllen Sie das Anfrageformular aus. Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie noch weitere Informationen? Der Experte zum Thema Klima-Landwirt berät Sie gerne.

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